Langzeit-EKG
Herzrhythmus-Aufzeichnung im Alltag zur Abklärung unregelmäßiger Beschwerden
Das Langzeit-EKG ist eine wichtige Untersuchung zur Beurteilung des Herzrhythmus über einen längeren Zeitraum. Während ein Ruhe-EKG nur eine kurze Momentaufnahme liefert, kann das Langzeit-EKG den Herzrhythmus im Alltag kontinuierlich erfassen.
In unserer Privatpraxis für Kardiologie und Innere Medizin in Münster setzen wir das Langzeit-EKG insbesondere bei Herzstolpern, Herzrasen, Schwindel, Aussetzern, unregelmäßigem Puls oder Verdacht auf Herzrhythmusstörungen ein. Die Untersuchung hilft, Beschwerden zeitlich einzuordnen und mögliche Rhythmusstörungen gezielt zu erkennen.
Was ist ein Langzeit-EKG?
Beim Langzeit-EKG wird die elektrische Aktivität des Herzens über einen längeren Zeitraum aufgezeichnet. Dafür werden Elektroden auf der Haut angebracht und mit einem kleinen tragbaren Aufzeichnungsgerät verbunden. Dieses begleitet Sie während des Alltags.
Die Aufzeichnung erfolgt in der Regel über einen Zeitraum von drei Tagen, je nach Fragestellung auch kürzer oder länger (bis zu 7 Tagen). Während dieser Zeit werden Herzrhythmus, Herzfrequenz und mögliche Rhythmusauffälligkeiten dokumentiert. Die Daten werden anschließend ärztlich ausgewertet und mit Ihren Beschwerden, Risikofaktoren und Vorbefunden abgeglichen.
Wann ist ein Langzeit-EKG sinnvoll?
Ein Langzeit-EKG kann sinnvoll sein, wenn Beschwerden nur gelegentlich auftreten und im Ruhe-EKG nicht erfasst werden. Dazu gehören Herzstolpern, Herzrasen, Aussetzer, Schwindel, unklarer Puls, innere Unruhe, Leistungsminderung oder kurze Kreislaufbeschwerden.
Auch bei Verdacht auf Vorhofflimmern, bekannten Herzrhythmusstörungen, Medikamentenkontrollen, Verlaufskontrollen oder nach auffälligen EKG-Befunden kann ein Langzeit-EKG wichtige Informationen liefern.
Was kann mit dem Langzeit-EKG beurteilt werden?
Mit dem Langzeit-EKG lassen sich Herzrhythmus, Herzfrequenzverlauf und Rhythmusauffälligkeiten über den Alltag hinweg beurteilen. Dazu gehören zum Beispiel Extraschläge, Herzrasen, Pausen, langsame Herzfrequenzen, Vorhofflimmern oder andere Formen von Herzrhythmusstörungen.
Die Untersuchung kann helfen, Beschwerden und Herzrhythmus zeitlich miteinander zu vergleichen. Dadurch lässt sich besser einschätzen, ob Symptome wie Herzstolpern, Schwindel oder Herzrasen mit einer Rhythmusstörung zusammenhängen.
Indikation Langzeit-EKG
Typische Gründe für ein Langzeit-EKG
Ein Langzeit-EKG kann insbesondere bei folgenden Beschwerden oder Fragestellungen sinnvoll sein:
- Herzstolpern, Herzrasen oder unregelmäßiger Puls
- Verdacht auf Herzrhythmusstörungen
- Schwindel oder kurze Kreislaufbeschwerden
- Aussetzer oder Pausen im Herzschlag
- Verdacht auf Vorhofflimmern
- Kontrolle bekannter Rhythmusstörungen
- Beurteilung der Herzfrequenz im Alltag
- Verlaufskontrolle unter medikamentöser Behandlung
Ablauf des Langzeit-EKG
Ihr Langzeit-EKG: Ein klarer Ablauf in 3 Schritten
Von der ärztlichen Einschätzung bis zur Auswertung der Aufzeichnung: Wir führen Sie strukturiert durch die Untersuchung und beurteilen Ihren Herzrhythmus im Alltag präzise und verständlich. Je nach Fragestellung können weitere Untersuchungen wie Ruhe‒EKG, Echokardiographie, Belastungs‒EKG oder Labordiagnostik ergänzt werden.
Schritt 1
Ärztliche Einordnung
Zu Beginn besprechen wir Ihre Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamente, Risikofaktoren und vorhandenen Vorbefunde. So lässt sich die Langzeit-Aufzeichnung gezielt planen und medizinisch einordnen.
Schritt 2
EKG-Aufzeichnung im Alltag
Anschließend werden Elektroden angebracht und mit einem kleinen tragbaren Aufzeichnungsgerät verbunden, das Ihren Herzrhythmus über den vereinbarten Zeitraum im Alltag kontinuierlich aufzeichnet.
Schritt 3
Auswertung und Befundbesprechung
Nach Rückgabe des Geräts werden die Daten ärztlich ausgewertet. Die Ergebnisse werden verständlich besprochen und bei Bedarf mit Empfehlungen für weitere Diagnostik, Behandlung oder Verlaufskontrolle verbunden.
Langzeit-EKG
Langzeit-EKG auf einen Blick
Das Langzeit-EKG ist eine kontinuierliche Herzrhythmus-Aufzeichnung im Alltag. Es hilft, unregelmäßige oder nur gelegentlich auftretende Beschwerden genauer einzuordnen.
Dauer
Meist 72 Stunden, je nach Fragestellung auch kürzer oder länger
Belastung
Schmerzfrei, nicht invasiv und während des Alltags tragbar
Einsatz
Bei Herzstolpern, Herzrasen, Schwindel oder unklarem Puls
Befund
Herzrhythmus, Herzfrequenzverlauf und Rhythmusstörungen
FAQ zum Langzeit-EKG
Häufig gestellte Fragen
Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Langzeit-EKG.
01
Was ist ein Langzeit-EKG?
02
Wie lange wird ein Langzeit-EKG getragen?
03
Wann ist ein Langzeit-EKG sinnvoll?
04
Ist ein Langzeit-EKG schmerzhaft?
05
Kann ich mit dem Langzeit-EKG meinem Alltag nachgehen?
06
Was kann man im Langzeit-EKG erkennen?
07
Was ist der Unterschied zwischen Ruhe-EKG und Langzeit-EKG?
Dr. med. Heiner Stuckenborg
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologe
Unsere Sprechzeiten
| Montag | 07:30 bis 18:00 Uhr |
| Dienstag | 07:30 bis 18:00 Uhr |
| Mittwoch | 07:30 bis 13:00 Uhr |
| Donnerstag | 07:30 bis 18:00 Uhr |
| Freitag | 07:30 bis 13:00 Uhr |
Unsere Kontaktdaten